
Riviera BiogradDas Örtchen Sukosan liegt 10 km südlich von Zadar und teilweise auf einer flachen Landzunge, die eine größere, sandige Bucht im Norden und eine kleinere im Süden bildet. Sukosan wird in der Zukunft durch den Neubau einer großen Marina eine wichtige Rolle im nautischen Tourismus spielen. Von dem nahegelegenen Sportflugplatz hat man die Möglichkeit, Rundflüge über die Kornati-Inseln, Plitvicer-Seen, Naturpark-Paklenica und Naturpark-Krkawasserfälle zu unternehmen. Diese Rundflüge zählen zu den unvergeßlichen Erlebnissen eines gelungenen Urlaubs. In Filip Jakov (1.500 Einw.), das nach einer mittelalterlichen, den Heiligen Philipp und Jakobus geweihten Pfarrkirche benannt ist, kann man das St. Rochus Kirchlein aus dem 11. Jh. mit einem gotischen Holzkruzifix besichtigen. Filip Jakov bietet dem Besucher mit seinen mittelalterlichen Bauwerken einen schönen Anblick. Hier findet man auch einen schönen Badestrand mit Kies und Sand, der gut ausgebaut ist (Kinderrutschbahn, Strandkiosk u.a.). Biograd (5.000 Einw.) ist ein beliebter Badeort, der mit der neuen Marina nunmehr auch zu einem bedeutenden nautischen Zentrum herangewachsen ist. Der malerische Küstenort hat eine interessante Altstadt mit gemütlichen Restaurants, Weinstuben und Straßencafés. Das Städtchen war Sitz der Kroatischen Könige, bis es 1129 von Venedig zerstört wurde. An der Palmenpromenade befindet sich ein Museum mit römischen und altkroatischen Funden. Ruhiger wird es in den verwinkelten Altstadtgassen und oben am grasüberwucherten Kirchplatz mit Blick auf das Dächergewirr von Biograd. Die Pfarrkirche Sveti Stosija wurde im 17. Jh. errichtet und birgt das Weihgeschenk der Mondsichelmadonna. Wer über kein eigenes Boot verfügt, findet hier das größte Charterangebot der ganzen Küste. Zum Baden geht man an die Strandpromenade mit Sand- und Kiesstrand, Strandduschen und Schatten unter den Kiefern. Oder man schwimmt im blauweiß gekachelten Wasserballstadion, umringt vom Meer, mit Flutlichtanlage und Restaurant. Man findet hier einige der schönsten Strände, wie Crvena Luka und Soline oder das FKK-Inselchen Sveta Katarina, die den Badegästen und Seglern verschiedene Möglichkeiten zu einem genußvollen Aufenthalt bieten. Kumenat ist ein kleiner Vorort von Biograd, wo alles etwas gemütlicher und ruhiger vonstatten geht. Der Ort verfügt über einen kleinen, künstlich angelegten Sandstrand. 5 km südlicher von Biograd folgt auf der Landseite der See Vransko jezero, der größte See (14 km lang und bis zu 4 km breit) in Kroatien der parallel zum Meer verläuft. Der See ist mit dem Meer durch eine Reihe von unterirdischen Kanälen verbunden und somit reich an Süßwasser als auch an Salzwasserfischen. Der flache See mit seinem verschilften Ufer und kalktrüben Wasser ist ein optimales Angelgewässer: Aale, Goldbrasen, Wolfbarsch etc. Ein hübscher Ausflug führt auf einer Straße, die nördlich um den See herumläuft, nach Vrana, wo die einzige türkische Karawanserei in Dalmatien erhalten ist, der 1644 erbaute Maskovicahan. Schon einige Kilometer nach dem Vransko jezero, der mit seiner außergewöhnlichen Umgebung die Stimmung der norddalmatinischen Küste prägt, befindet man sich in einer typischen Mittelmeerlandschaft. |
Pakostan (1.800 Einw.) ist ein von Nadelwald umgebener kleiner Hafenort. Zwar direkt am Meer gelegen, aber kein Touristenort mit Großhotels, sondern enge Sträßchen mit Natursteinhäuser, einige Bars und Restaurants, und kleine Bauernhöfe am Ortrand. Pirovac (1.700 Einw.) liegt kurz vor der Abzweigung zur Insel Murter. Ein kleiner ruhiger Ferienort mit hübschen Badebuchten, meist flachabfallender Kiesstrand. Tijesno (1.500 Einw.) liegt teils auf der Insel Murter, teils auf dem Festland. Das Ortsbild am Kanal wird beherrscht vom stämmigen Kirchturm der Pfarrkirche und ein paar älteren Häusern mit ihren ziegelsteinroten Dächern davor. Der Bootsverkehr und Campingurlauber sorgen hier für Leben. Schöner Kiesstrand am Ende der Landzunge. Die Insel Murter ist 19 qkm groß. Sie liegt ganz nah am Festland. Über den 10 km langen Murterski Kanal führt an der engsten Stelle, beim Ort Tijesno, eine 37 m lange Zugbrücke. Die einfache Anreise zu den vielen sandigen Badestränden führt jedoch in der Hauptsaison oft zu Überfüllung. Drei gut ausgestattete Yachthäfen und Chartermöglichkeiten bieten ein ideales Sprungbrett für den nahen Kornatenarchipel. Von Tijesno aus führt eine Straße den Murterski Kanal entlang nach Betina, das eine Werft für Sportboote besitzt. Betina (1.200 Einw.) ist ein kompaktes kleines Städtchen, mit engen Gäßchen bis hinauf zur Pfarrkirche. Gemütlich ist der alte Kern von Betina mit seinen meist alten Häusern in rosa, gelb oder Naturstein. Am Hafen herrscht reges Treiben, Menschentrauben lärmen über den Platz. Betina ist wahrscheinlich der schönste Ort auf der Insel Murter mit viel Atmosphäre um den alten Hafen. Murter (2000 Einw.) ist der Hauptort der gleichnamigen Insel mit einer sandigen Badebucht und Kiesstrand. Der Ort ist trotz des großen Yachthafens immer noch ein einfaches Fischerstädtchen mit schlichten Häusern entlang der Uferstraße. Das neuere Murter ist mit dem alten Kern, Stari Murter, zusammengewachsen. Der Hauptplatz, umringt von Kneipen, Obstmarkt und Souvenirständen, ist sehr hektisch. Vor dem Ortskern, am Ende einer Zypressenallee, steht die mittelalterliche Kirche Sveta Marija. Hier stand einst die illyrische, später römische Siedlung Colentum, die erste Siedlung der Insel. An der Nordwestküste ist Slanica (Sandstrand), die meistbesuchte Badebucht der Insel. Jezera (850 Einw.) zieht durch den neugebauten Yachthafen und den nahegelegenen Campingplatz immer mehr Gäste an. Um das hufeisförmige, gut geschützte und ebenfalls neu angelegte Hafenbecken gruppieren sich etliche Fischlokale. Den Namen Jezera (Seen) erhielt der Ort nach den kleinen Wassertümpeln, die nach den Herbst- oder Frühjahrsgüssen entstehen. |