
Insel KrkKrk ist Kroatiens größte Insel (410 qkm und 14.000 Einw.). Bei Kraljevica über die kahle Felsinsel Sveti Marko erstreckt sich eine gewaltige Brücke (1309 m) mit einem riesigen Brückenbogen aus Stahlbeton. Die Insel zeigt sich von ihrer karstigsten Seite, wenn man sie über die Brücke anfährt, Sie birgt jedoch viele Gesichter in sich, von kahl und karg bis grün und üppig. Außer mit der Brücke ist die Insel auch durch einige Fährlinien mit dem Festland verbunden. Im nördlichsten Teil der Insel liegt der Flughafen. Die Insel zeigt alle Besonderheiten des Mittelmeerraumes, wie die Kiesstrände in den Buchten bei Omisalj, Malinska, Krk, Punat, Baska, Vrbnik. Auf einer felsigen Anhöhe über einer schmalen Bucht liegt das alte, historische Städtchen Omisalj (1.000 Einw.), ideal für Spaziergänge. Eine Fußgängerzone führt in den alten Ortskern und zur Marienpfarrkirche, einer romanischen Basilika aus dem Jahre 1213. Kleine verwinkelte Gassen führen durch den Ort, deren Harmonie nur die gelben Straßenleuchtkugeln stören. Entlang des Uferwegs zum alten Fischerhafen, in dem Yachten schaukeln, trifft man auf Fels-, Kies- und Sandbuchten die zum baden einladen. Auf der im Blickfeld liegenden Halbinsel Sepno prallen Gegewart und Vergangenheit kraß aufeinander. Einst stand hier das römische Fulvinium und jetzt ein stillgelegter Tankerhafen. Klimno und Silo gehören zu den Orten auf Krk, die auch in den Sommermonaten noch eine gewisse Ruhe ausstrahlen. Da hier nur ein Campingplatz existiert, hält sich der Ansturm der Touristen in Grenzen. Njivice (200 Einw.) ist ein von Obstgärten und Olivenhainen umgebenes Dorf, das fest in den Händen des Tourismus ist. Vom ehemaligen Fischerdörfchen blieb fast nichts mehr übrig. Der an der Nordwestküste der Insel gelegene malerische Badeort Malinska (500 Einw.) ist bekannt für seine üppige Vegetation und den weitläufigen Felsstränden, die zum Teil mit Sand und Kies sorgfältig aufbereitet sind. Durch die Hotelanlage Haludovo wird das Freizeitangebot in Malinska in jeder Weise enorm gesteigert. Krk (2.000 Einw.) ist der Hauptort der gleichnamigen Insel und liegt geschützt in einer Bucht, umgeben von Nadelwäldern. Die historische Seestadt mit Touristenpulks in den Gassen liegt mit wuchtigen Mauern, Stadttürmen und dem Zwiebelturm der mächtigen Basilika unten in der Bucht. Die neueren Wohngebiete liegen an den sanft zum Meer hinabfallenden Hängen. Es gibt zwei Bereiche mit zahlreichen Strandabschnitten, vom Kiesstrand über Felsbuchten bis zu betonierten Badeplätzen. Manche der ältesten Kirchen Kroatiens befinden sich auf der Insel Krk: die Kirche Sv. Donat aus dem 9. Jh. zwischen Punat und dem stillen Dorf Kornic. Kornic liegt zwar nicht direkt am Meer, was in manchen Fallen sehr von Vorteil sein kann. Nach ausgiebigem Sonnenbad am Kiesstrand von Kornic, kann man sich zur Ruhe ins Dörfchen zurückziehen und die durch die Hanglage bedingte ständige leichte Windbrise genießen, sowie einen schönen Panoramablick auf die Klosterinsel Kosljun in der Bucht von Punat. |
Das Hafenstädtchen Punat (1.700 Einw.) liegt nur ca. 6 km östlich der Inselhauptstadt Krk, an einer geschützten, durch die Halbinsel Prniba vom Meer nahezu abgeschnittenen und somit binnenseeähnlichen Bucht. Am Ortseingang liegt heute eine kleine Schiffswerft, gleich daneben einer der größten und modernsten Yachthäfen Kroatiens, ein Paradies für Segler und Bootsfahrer. Sehenswert ist die Dreifaltigkeitspfarrkirche aus den Jahre 1773. In der Hauptsaison herrscht großer Rummel auf der Strandpromenade mit Palmen und gelben Laternen, die dem Sonnenuntergang hübsche Farbtupfer beimischen. Entlang der Promenade gibt es zahlreiche Eisdielen, Restaurants und Snackbars. Mitten in der Bucht von Punat liegt die kleine waldbewachsene Klosterinsel Kosljun, von Punat aus per Bootstaxi erreichbar. Ein Klosterrundgang unter Führung eines Mönchs gehört zum Höhepunkt eines Besuchs. Gute Bademöglichkeit findet man zwischen dem Ort und dem Buchtausgang, der Meeresenge Buka, vereinzelt Kiesstrände. Baska (1.000 Einw.) ist ein kleiner Fischerort, der von hohen weißen Karstbergen geschützt ist, da wo die breite fruchtbare Schwemmebene in die Bucht ausläuft. Hier dehnt sich der 1,8 km lange, 10 - 40 m breite Kiesstrand mit seichtem Übergang ins kristallklare Wasser aus, der als der schönste der Insel gilt, an machen Stellen teilweise Sand. Eine Promenade mit Palmen und Laubbäumen zieht sich um die ganze Bucht. Hier ballen sich die Menschen im Hochsommer entlang der Eisdielen, Restaurants, Snackbars, den Souvenirläden mit Schmuck und den Obst- und Gemüseständen. Aus Baska stammt das älteste Denkmal der kroatischen Sprache, die große steinerne Baskatafel aus dem 11. Jh. Eine der meistgeschätzten Sehenswürdigkeiten ist das letzte Abendmahl des Meisters Marin Cvitkovic aus dem Jahr 1599. Man kann ruhig behaupten, daß wo auch immer man sich auf der Insel Krk auf den Weg macht, auf besonders schöne Küsten- und Binnenlandschaften trifft, die zum Teil in Einklang mit den wunderbaren Stimmungen alter Städte zu bringen sind. |