
Insel CresMit 404 qkm ist die Insel Cres (4200 Einw.) die zweitgrößte Insel der Adria. In der Nordsüd-Richtung ungemein langgezogen, hat sie eine Länge von 66 km und eine Breite zwischen 2 - 12 km. Der Norden und Osten der Insel ist den kalten Winden der Bora ausgesetz, kahl und unfruchtbar. Im Süden und Westen dagegen werden Oliven gezogen und Schafe gezüchtet. Die Insel Cres zeichnet sich durch Naturbesonderheiten wie dem Süßwassersee Vransko jezero (Wasseroberfläche 57 qkm) aus, ein 5 km langer und 1,5 km breiter, fischreicher Süßwassersee, der bis zu 84 m tief ist. Der Seegrund liegt 68 m unter dem Meeresspiegel und ist wahrscheinlich durch unterirdische Flüsse mit dem Festland verbunden. Die Inselstraße führt von Nord nach Süd über eine Drehbrücke auf die Insel Losinj. Die beiden Inseln wurden früher durch einen 9m breiten Kanal getrennt, bis die Römer ihn durchstießen. Der Hauptort Cres (1.900 Einw.) liegt in einer Flaschenhalsbucht und wie alle wichtigen Orte der Kvarner Inseln an der Westküste. Der autolose Altstadtkern lädt zum Bummeln und Verweilen ein. Ohne Hektik kann man seinen Kaffee schlürfen und durch die mit Marmor gepflasterten Gassen ziehen. Am Hafenbecken spielt sich reges Treiben ab: Ausflugsboote, Fischer und überall viele Einheimische die auf den Bänkchen sitzen und palavern. Die Promenade und die Plätze, die sie einfassen, werden erst sichtbar, wenn man weiterschlendert. Winklige Gäßchen gehen vom Hafenplatz aus, eines davon führt zur Pfarrkirche Sv. Marij. In Valun ist, trotz der Ausflugsfahrten, die hierher führen, die Zeit stehengeblieben. Das autolose Fischerstädtchen mit seinen alten Gebäuden ist vorallem durch die Fernsehserie “Der Sonne entgegen” bekannt. Von der Straße aus gesehen, liegt Valun tief unten am Meer, mit Kiesstrand, kleinem Fischerhafen und alten, zum Teil recht hohen Gebäuden. Tiefblau leuchtet das Meer in der türkisgesäumten Bucht. Verläßt man die Inselstraße nach rechts kommt man über das Bergdorf Stivan nach Miholascica, einem neuen kleinen Städtchen mit Privathäusern, einem Restaurant mit Terrasse und Badebucht aus Fels- und Kieselsteinen. Von hier aus kann man die vorgelagerten Insel Zeca und Istrien sehen. |
Die Straße führt weiter nach Martinscica, einem kleinen Ort mit Jachthafen und Kiesstrand. Ein paar Konobas gruppieren sich um den kleinen Platz und an der Uferpromenade. Es riecht nach Fisch, und der Blick schweift auf die Bucht und über die vielen kleinen Schiffchen darin. Punta Kriza ist ein kleiner, ruhiger Einkaufsort für den nahen Campingplatz und die weinigen privaten Ferienhäuser die sich entlang der malerischen Bucht sich reihen. Mit einem Boot kann man von hieraus die vielen kleinen bizarren Höhlen entdecken, die um die Buchten liegen. In das uralte Städtchen Osor, in dem heute nur noch ein paar Hundert Einwohner leben, führt eine kopfsteingepflasterte Gasse, gesäumt von blühenden Oleandersträuchern. Ein Auto hätte hier keinen Platz mehr. Am kleinen Hauptplatz, vom Grün der alten Bäume umgeben, sitzt man gemütlich vor dem einzigen Café am Platz. Man blickt auf die Kathedrale mit prächtiger Fassade und ebensolchem Portal. Hier befindet sich die Drehbrücke, die zur Insel Losinj führt. |